Memo: der neue, emotionale Arbeitsvertrag

Wenn Covid-19 uns einen positiven Aspekt geboten hat, dann ist es der, der uns die letzten 12 Monate die Arbeitsmasken vom Gesicht gerissen hat und beleuchtet hat, wer wirklich sind. Diese neue Authentizität hält den Schlüssel zu einer besseren Arbeitszukunft für alle in der Hand.

März 18, 2021

Im Jahr 2020 sahen wir die Menschlichkeit unserer Mitarbeiter:innen wie nie zuvor. Wir haben uns geöffnet, und unsere Kolleg:innen haben Versionen von uns zu sehen bekommen, die sonst nur unseren Liebsten vorbehalten sind. Wir wurden in Home Offices oder zu Spaziergängen in der Umgebung eingeladen und jeder, von Junior-Manager bis zum CEO, ist Anrufen und Meetings von seinem Smartphone aus bei getreten und hat sich natürlicher und spontaner verbunden.

Während also viele von uns von der Pandemie betroffen waren – durch einen veränderten Alltag und den Verlust geliebter Menschen -, bringt das Leid der letzten 12 Monate auch neue Möglichkeiten mit sich.

Die neue Agenda

Die Sprache der Arbeit verändert sich direkt vor unseren Augen; Empathie, Mitgefühl und Gleichheit sind die Schlagworte. Psychische Gesundheit und Wohlbefinden sind ganz oben auf der Agenda unserer CEOs angekommen.

Wir können die Art, wie wir arbeiten, post-pandemisch neu aufsetzen. Schließlich waren die Menschen schon immer eine hochgradig anpassungsfähige Spezies. Das größte Risiko besteht darin, dass wir wieder zu dem Zustand zurückkehren, bevor das Virus uns erreicht hat. Lockdowns, Einschränkungen und Ungewissheit haben unsere Augen für eine einfachere Wahrheit geöffnet: Gemeinsam sind wir stärker und glücklicher.

Die vier Säulen für Vertrauen am Arbeitsplatz

Indem wir uns, wie im vergangenen Jahr, auf das Gemeinwohl konzentriert haben, haben wir ganz andere Gespräche bei der Arbeit erlebt. Diese Gespräche lösen ein anderes Gefühl aus. Sie sind offen und ehrlich. Wir hören unseren Kolleg:innen aufmerksamer zu, wir fragen „Wie geht es Ihnen?“ und verweilen länger, um die Antwort zu hören.

Während wir uns auf die Post-Covid-Ära der Arbeit vorbereiten, müssen wir eine Entscheidung treffen. Ich glaube, dass die bedeutendste und folgenreichste Entscheidung, die jede Organisation jetzt treffen kann, ein Bekenntnis zur Authentizität ist.

Denn wenn Sie wollen, dass ich, Ihre Angestellte, als mein bestes und authentischstes Selbst zur Arbeit komme:

  • Muss ich Ihnen vertrauen können. Wenn Sie wollen, dass ich Ihnen vertraue, müssen Sie mir zeigen, dass ich Ihnen wichtig bin und dass Sie auf meiner Seite sind.
  • Möchte Ich Sie in allem, was Sie tun, als vollkommen kompetent ansehen. Dazu gehört, die Wahrheit zu sagen, offen und transparent zu sein, sowohl nach innen als auch nach außen.
  • Ist mir Beständigkeit wichtig. Sie tun, was Sie sagen, und Sie sagen, was Sie tun. Tatsächlich wird in dieser neuen Arbeitswelt die organisatorische Gerechtigkeit gedeihen, Konflikte werden im Keim erstickt, und ich muss Ihre Entscheidungen nicht hinterfragen.
  • Ist Aufrichtigkeit besonders wichtig, und da ich weiß, dass ich Ihnen wichtig bin, wenn wir über meine Arbeit sprechen, weiß ich, dass Sie an mich glauben, und wollen, dass ich mein Bestes gebe.

In erster Linie kreieren wirklich authentische Organisationen und selbstkritische Führungskräfte emotionale Sicherheit, und wenn Sie das schaffen, dann kann sich menschliches Potenzial entfalten.

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Catherine de la Poer ist Leadership Coach, digitale Anthropologin und Gründerin des Halcyon Coaching. Sie arbeitet mit Einzelpersonen und Teams zusammen, um deren emotionale Intelligenz zu steigern.